4 Schritte Zur Gelungenen Wohnzimmer-Renovierung
Zunächst müssen Sie die Ursache genau bestimmen. Dazu beobachten Sie die Wand bei Regen: Trocknet sie ab, liegt Schlagregen vor. Bleiben feuchte Stellen dauerhaft, handelt es sich um aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Ein einfacher Test mit einer Plastikfolie, die Sie 24 Stunden auf die Wand kleben, zeigt Kondenswasser, wenn sich Tropfen auf der Folieninnenseite bilden – dann ist die Luftfeuchtigkeit das Problem. Nur wenn Sie die Ursache kennen, können Sie das richtige Abdichtungssystem auswählen. Bei Dränage oder Grundwasser ist eine innenliegende Abdichtung ohne zusätzliche Drainage oft wirkungslos.
Ein weiterer häufiger Irrtum ist der Glaube, dass häufiges Entlüften die Lösung ist. In einem dichten System sammelt sich Luft nur selten und in kleinen Mengen an. Wenn Sie alle paar Wochen entlüften müssen, deutet das auf ein Leck oder eine Fehlfunktion hin. Achten Sie auch auf die Farbe des austretenden Wassers: Ist es bräunlich oder trüb, weist das auf Korrosion oder Schlamm im Heizkreislauf hin. In diesem Fall sollten Sie eine Spülung und eine Prüfung der Anlage in Erwägung ziehen, auch wenn das mit Kosten verbunden ist.
Der richtige Dübel ist wichtiger als das schwerste Bohrfutter Für Beton und Vollziegel eignen sich Universaldübel, die sich beim Eindrehen spreizen. Bei Lochziegel oder Porenbeton müssen die Dübel länger und dicker sein, damit sie genügend Halt in der porösen Struktur finden. In Trockenbauwänden verwendet man am besten Dübel, die sich hinter der Platte aufspannen – sogenannte Federklappdübel oder Drehflügeldübel. Die Dübelgröße richtet sich nach der Schraube: Der Dübel muss bündig mit der Wandoberfläche abschließen, die Schraube sollte mindestens die doppelte Länge des Dübels haben.
Feuchte Wände im Keller sind kein Bagatellschaden. Wenn Wasser durch das Mauerwerk dringt, hilft nur eine Abdichtung von innen – eine sogenannte Innensanierung. Sie ist kostengünstiger als das Freilegen des Fundaments, hat aber klare Grenzen: Sie verhindert nicht, dass Wasser eindringt, sondern leitet es kontrolliert ab oder sperrt es mit einer dichten Schicht aus. Entscheidend ist, die richtige Methode für die jeweilige Feuchteart zu wählen. Drückendes Wasser, das unter Druck steht, erfordert andere Materialien als aufsteigende Feuchtigkeit oder Kondenswasser an kalten Wänden.
Ein häufiger Fehler ist das dauerhafte Ankippen von Kellerfenstern. Dadurch kühlt das Mauerwerk aus, und die Luftfeuchtigkeit kondensiert an den Wänden – der Keller wird noch feuchter. Gleiches gilt für das Trocknen von Wäsche im Keller: Die verdunstende Feuchtigkeit bleibt im Raum und schlägt sich an den Wänden nieder. Wenn Sie Wäsche im Keller trocknen müssen, dann nur in einem Raum mit direktem Abzug nach außen, etwa einem eigenen Trocknungsraum mit Fenster und Ventilator. Richtig lüften heißt also: kurze, intensive Luftwechsel statt dauerhaft geöffneter Fenster.
Beim Bohren selbst zählt die richtige Technik. Senkrecht bohren ist Pflicht, sonst sitzt das Regal schief und die Last verteilt sich ungleichmäßig. Die Bohrlochtiefe sollte etwa zehn Millimeter länger sein als der Dübel, damit Staub Platz findet. Ein häufiger Fehler ist das Verwenden zu großer Bohrer: Der Dübel muss mit leichtem Druck ins Loch passen, aber nicht herausfallen. Nach dem Bohren wird das Loch mit einem Staubsauger oder einer Bürste gereinigt – Staub vermindert die Haftung. Bei harten Wänden empfiehlt es sich, mit kleinerem Durchmesser vorzubohren und dann auf die Endgröße zu wechseln.
Ein häufiger Fehler ist das Übersehen von Rissen und Fehlstellen im Mauerwerk. Diese müssen Sie vor der Abdichtung mit einem rissüberbrückenden Material füllen, sonst dringt Wasser hinter die neue Schicht und sucht sich einen anderen Weg. Auch der Anschluss an Boden und Decke ist kritisch: Dichten Sie diese Übergänge mit einem flexiblen Dichtband weiterlesen ab, da sich das Mauerwerk bei Temperaturschwankungen leicht bewegt und starre Schichten reißen. Nach dem Auftragen der Abdichtung sollten Sie mindestens drei Tage warten, bevor Sie Fliesen oder Anstrich aufbringen – die volle Aushärtung dauert oft eine Woche.
Sanierputz ist die einfachste Lösung für aufsteigende Feuchtigkeit mit Salzausblühungen. Er besitzt eine hohe Porosität, sodass Wasser verdunsten kann, ohne den Putz zu sprengen. Tragen Sie ihn in einer Dicke von mindestens zwei Zentimetern auf, sonst wirkt er nicht. Achtung: Sanierputz ist kein Ersatz für eine Abdichtung, sondern nur eine Ergänzung, wenn die eigentliche Sperre schon funktioniert. Kombinieren Sie ihn niemals mit Dichtschlämme auf derselben Wand – die Schlämme blockiert die Verdunstung, und der Putz platzt ab.
Zuerst muss die Wand beschaffenheit geklärt werden. Mit einem Klopftest oder einer kleinen Bohrprobe lässt sich feststellen, ob es sich um Beton, Ziegel, Porenbeton oder eine Trockenbauwand handelt. Bei Gipskarton reichen einfache Dübel nicht aus – hier sind spezielle Hohlraumdübel oder Dübel mit Widerhaken nötig. Die Tragfähigkeit hängt nicht nur vom Dübel ab, sondern auch von der Wandstärke und dem Abstand zur nächsten Unterkonstruktion. Wer in eine Metallständerwand bohrt, braucht zudem eine andere Technik als bei einer Holzständerwand.
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