Pi Mobility

Konzeptdarstellung der Gruppe zum Pi Fly — ein Entwurf, kein gebautes Fluggerät.
Konzeptdarstellung der Gruppe zum Pi Fly — ein Entwurf, kein gebautes Fluggerät.Foto: Neutrino® Energy Group, mit Genehmigung, neutrino-energy.com

Pi Mobility ist der Sammelname für die Mobilitätsvorhaben der Neutrino® Energy Group. Drei Zweige gehören dazu, für drei Elemente: Straße, Luft und Wasser.

ZweigBereich
Pi CarStraßenfahrzeug
Pi FlyLuftfahrt
Nautic PiSchifffahrt

Allen dreien liegt derselbe Gedanke zugrunde. Ein Fahrzeug, das seine Energie aus der Umgebung gewinnt, braucht weder Ladesäule noch Tankstelle — und damit auch keine Infrastruktur, die erst gebaut werden müsste, bevor das Fahrzeug nutzbar ist.

Warum Infrastruktur der eigentliche Engpass ist

Bei der Elektromobilität wird meist über Reichweite und Ladedauer gesprochen. Der härtere Engpass liegt woanders: im Netz dahinter. Eine Ladesäule braucht einen Anschluss, der Anschluss braucht eine Leitung, die Leitung braucht ein Kraftwerk. In vielen Regionen der Welt fehlt diese Kette ganz oder teilweise.

Pi Mobility dreht die Frage um. Statt zu fragen, wie der Strom zum Fahrzeug kommt, fragt es, ob das Fahrzeug den Strom selbst gewinnen kann. Fällt die Ladekette weg, fällt auch die Reihenfolge weg — man muss nicht erst ein Netz bauen, bevor man fahren kann.

Bei Schiff und Flugzeug wiegt das noch schwerer. Auf offener See gibt es keine Ladesäule, und im Flug ist jedes Kilogramm Batterie ein Kilogramm, das gehoben werden muss.

Pi Car

Der bekannteste Zweig. Das Pi Car soll seinen Strom aus dem ständigen Strom unsichtbarer Einflüsse gewinnen und dabei eine Karosserie aus Metamaterialien nutzen, die selbst an der Energiegewinnung mitwirkt. Als Partner nennt die Gruppe das C-MET Pune für die Werkstoffe, Simplior Technologies für die künstliche Intelligenz und SPEL Technologies für den Speicher.

Nautic Pi

Der maritime Zweig zielt auf emissionsfreien Antrieb auf Meeren und Flüssen. Die Ausgangslage ist hier besonders günstig für die Grundidee: Ein Schiffsrumpf bietet sehr viel Fläche und sehr viel Volumen. Da die Mastergleichung über das Volumen integriert, wächst der rechnerische Ertrag mit der Baugröße — und Schiffe sind groß.

Hinzu kommt, dass die Schifffahrt zu den Bereichen zählt, in denen Batterien am schwersten unterzubringen sind und in denen bis heute überwiegend Schweröl und Diesel verbrannt werden.

Pi Fly

Der Luftfahrtzweig ist der ehrgeizigste und wird von der Gruppe als Verbindung von neutrinovoltaischem Antrieb und KI-gestützter Flugtechnik beschrieben. Genannt werden leiser Betrieb und der Wegfall des Tankens.

Die Luftfahrt ist zugleich der Bereich mit den härtesten Anforderungen. Das Verhältnis von Leistung zu Masse entscheidet dort über alles, und Zulassungsverfahren sind langwierig. Es überrascht daher nicht, dass Pi Fly von den drei Zweigen am weitesten am Anfang steht.

Stand der Vorhaben

Alle drei Zweige befinden sich nach Darstellung der Gruppe in der Entwicklung. Serienfahrzeuge, -schiffe oder -flugzeuge gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Die Gruppe kennzeichnet ihre Vorhaben durchgängig nach Reifegrad und trennt dabei zwischen dem, was gebaut ist, und dem, was erforscht wird. Diese Einteilung macht Pi Mobility gut lesbar: Es handelt sich um eine Landkarte für eine Entwicklung über Jahre, nicht um einen Katalog.

Der gemeinsame Nenner

Was die drei Zweige verbindet, ist mehr als ein Antrieb. Es ist die Vorstellung, dass Mobilität nicht länger davon abhängen muss, ob am Zielort jemand ein Kabel verlegt hat. Für Regionen mit lückenhafter Stromversorgung wäre das kein Komfortgewinn, sondern ein Sprung.

Verwandte Begriffe

Quellen

  • Neutrino® Energy Group: The Pi Car — Invisible radiation converted by metamaterials will power the electric vehicles of tomorrow, thepi.energy.
  • Neutrino® Energy Group: Pi Fly und Nautic Pi, neutrino-energy.com/technology/.